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Griechische Landschildkröten paaren sich im Frühjahr nach der Winterruhe meist erst, nachdem Sie die Tiere in ihre Freianlage gesetzt haben. In Griechenland findet die Paarungszeit normalerweise im Februar statt.
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Die länger werdenden Tage, die zunehmende Kraft der Sonne und ein ausreichend frisches Futterangebot versetzen die Tiere in Paarungsstimmung. Eine wichtige Rolle hierfür spielt das natürliche Tageslicht, das auf die Schildkröten einwirkt, da die Veränderung der Tageslängen den Hormonhaushalt entscheidend beeinflussen.
Hinweis: Weibchen können den Samen von einer Paarung im Vorjahr speichern und befruchtete Eier legen, obwohl sie im aktuellen Jahr keine Paarung vollzogen haben.
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Balzverhalten / Paarung
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Während der Paarungszeit ist zu beobachten, dass sich insbesondere Männchen sehr unruhig verhalten. Sie sind ständig unterwegs auf der Suche nach einem geeigneten Weibchen, mit dem sie sich fortpflanzen können.
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Dabei verfolgen sie das Weibchen und beißen es in die Extremitäten, um es zum Stehen zu bringen und es am Weglaufen zu hindern. Leichte Bisse in den Kopfbereich zwingen das Weibchen den Kopf einzuziehen. Hierbei wird der Analbereich herausgestreckt und der hintere Teil des Panzers leicht angehoben, was dem Männchen die Fortpflanzung zu vollziehen erleichtert.
Ist das Weibchen nun paarungswillig, steigt das Männchen hinten auf das Weibchen auf und beginnt die Paarung mit ruckartigen Paarungsstößen, bei denen es mit weit aufgerissenem Maul immer wieder Piepslaute von sich gibt.
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Etwa 6 - 8 Wochen nach der Paarung wird das Weibchen unruhig. Häufig wird beobachtet, dass das Weibchen, vorher geduldete Artgenossen attackiert und angreift. Für die Eiablage unerlässlich ist ein geeigneter Eiablagehügel, auf dem das Weibchen mit den Hinterbeinen eine Grube ausgraben und die Eier darin ablegen kann.
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Der Eiablagehügel sollte wenig bepflanzt und nach Süden hin abfallend ausgerichtet sein um ein rasches Erwärmen des Hügels zu ermöglichen.
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Ausbrüten der Eier / Bruttemperatur
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Nachdem Sie die abgelegten Eier vorsichtig, am besten mit Hilfe eines kleinen Löffels, ausgehoben haben betten Sie diese in eine geeignete Schale, welche Sie mit Vermiculit gefüllt haben. Das Vermiculit, welches in jedem Zoogeschäft erhältlich ist, sollten Sie im Mischverhältnis 50% feuchtes zu 50% trockenem Vermiculit mischen. Das feuchte Vermiculit erhalten Sie, indem Sie das Vermiculit 1 zu 1 mit Wasser vermischen. Lassen Sie dieses ca. 30 min einweichen bevor Sie es gut ausgedrückt mit dem trockenen Vermiculit vermischen. Wichtig ist, dass das Vermiculit nicht nass ist, da sonst die Eier Schaden davon tragen und Sie Probleme mit zu hoher Luftfeuchtigkeit bekommen könnten.
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Sehr wichtig ist, darauf zu achten, dass Sie die Eier während des kompletten Vorganges nicht drehen, da sonst die Keimscheibe unter den Dottersack rutschen könnte und das Ei zerstört wird.
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Vorraussetzung für das Ausbrüten der Eier ist ein geeigneter Brutapparat oder der Eigenbau eines solchen. Vom Eigenbau eines Brutapparates mittels Aquarium raten wir jedoch ab, da die Eier leicht, z.B. durch Heruntertropfen von Kondenswasser, beschädigt werden können. Auch Luftfeuchtigkeit und Temperatur sind hier schwer zu regeln.
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Als geeignete Brutapparate (Inkubatoren) haben sich die Flächenbrüter von “Bruja” und “Jäger” bewährt.
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Zuverlässigkeit, sehr gute Schlupfergebnisse und eine lange Lebensdauer sind Merkmale dieser Flächenbrüter. Durch das transparente Acrylglas-Doppelfenster können Sie den Brut- und Schlupfvorgang deutlich beobachten ohne das Gerät zu öffnen.
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Die gängigen Brut-/Zeitigungstemperaturen bei der künstlichen Bebrütung von Schildkröteneiern schwanken zwischen 24° und 34°C. Darüber und darunter kann es zum Absterben des Keimlings kommen. Bei Schildkröten besteht die Möglichkeit, unter anderem mit der Zeitigungstemperatur das Geschlecht der Jungtiere zu beeinflussen. Bei Temperaturen um 31,5° C schlüpfen überwiegend weibliche, bei Temperaturen um 27,5° C überwiegend männliche Tiere. Dabei können Bruchteile eines Grades von Bedeutung sein. Die Bruttemperatur wirkt sich auch auf die Zeitigungsdauer aus. In der freien Natur beträgt die Zeitigungsdauer bei griechischen Landschildkröten zwischen 80 und 110 Tagen. Bei der künstlichen Inkubation verringert sich diese auf Grund der überwiegend konstanten Temperatur auf 50 - 70 Tage, wobei trotzdem auch später noch ein Schlupf möglich ist.
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Die Luftfeuchtigkeit sollte immer konstant zwischen 70 und 85 % gehalten werden und ist in der Regel mit einem der oben genannten Brutapparate kein Problem.
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Aufziehen der Jungtiere
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Die abgelegten und sorgsam ausgehobenen Eier betten Sie in die Brutkammer um. Sobald die Jungen geschlüpft sind, werden diese von den Elterntieren getrennt aufgezogen. Dies bedeutet wiederum, dass Sie dafür eine eigene Anlage brauchen. Die Lebensbedingungen, die Lichtverhältnisse, sowie Temperatur und Futter entsprechen den erwachsenen Tieren. Ungefähr eine Woche wird vergehen, bis sich ihr Stoffwechsel von der Verdauung des Dotters auf die Verdauung fester Nahrung umgestellt hat, daher fressen die Jungtiere nicht gleich nach dem Schlupf.
Näheres unter Aufzucht.
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