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Eine natürliche Umgebung, Sonne und frische Luft sind Grundvoraussetzungen für eine artgerechte Haltung und können durch keine Technik ersetzt werden, daher sollte den Tieren neben ihrem Übergangsterrarium eine Freilandanlage mit Frühbeet oder bestenfalls ein Gewächshaus zur Verfügung gestellt werden.
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Das Übergangsterrarium wird dann nur noch zum Aufwachen nach der Winterruhe, zur Überbrückung länger andauernder nasskalten Perioden und zur Vorbereitung auf die Winterruhe benötigt. Haben Sie sogar die Möglichkeit ein Gewächshaus mit zu integrieren, können Sie auf das Terrarium verzichten, da Sie hier mit entsprechender Technik, das Terrarium ersetzen können.
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Umrandung
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Damit die Schildkröten die Freilandanlage nicht verlassen können, ist eine geschlossene Umrandung unerlässlich. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Tier diese Umrandung nicht überschauen oder hindurchblicken können, da sie sonst ständig versuchen werden aus dem Gehege auszubrechen. Eine Mindesthöhe ist somit an die Größe der Tiere anzupassen. Geeignete Umrandungen sind Natursandsteine oder andere undurchsichtige, wetterbeständige Begrenzungen wie z.B. Bimsstein, Rasenkantensteine, Betonbegrenzungsplatten usw. Nicht geeignet sind beispielsweise Maschendraht- , Hasendraht- , Holzgitterzäune usw. in denen sich die Tiere einklemmen und verletzen können.
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Größe
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Die Größe des Freigeheges sollte sich der Anzahl der darin befindlichen Tiere anpassen. Für zwei adulte Schildkröten werden ungefähr 15 qm benötigt. Bei jedem hinzukommenden Tier ist das Freigehege um jeweils 5 qm zu erweitern. Das Freigehege sollte unbedingt etwa den angegebenen Maßen entsprechen, dass sich die Tiere gegebenenfalls aus dem Wege gehen können und um Stresssituationen zu vermeiden.
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Kletter- und Versteckmöglichkeiten
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Wurzeln und Steine haben wir so angelegt, dass eine Art Abenteuerspielplatz für die Tiere entsteht, sie darüber hinweg klettern oder sich darunter verstecken können. Kleine Büsche und Sträucher werden ebenfalls gerne als Schatten- und Versteckmöglichkeiten genutzt.
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Unsere Tiere genießen die Ruhe und den Schutz verschiedenster Verstecke und verbringen an heißen, sonnigen Tagen Stunden in ihren angenehmen, kühlen Plätzen.
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Tränke
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Eine Wasserschale mit sauberem frischem Wasser gehört in jedes Freigehege. Auch wenn Sie ein Tier aus einem trockenerem Herkunftsgebiet besitzen, benötigen diese durchgehend eine Möglichkeit Wasser aufzunehmen, auch wenn Sie die Tiere dabei nur selten beobachten können.
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Die Wasserstelle und die Menge an Wasser muss der Größe der Tiere entsprechen, sodass sie jederzeit ein Bad nehmen können um Wasser aufzunehmen und sich abzukühlen. Die Wasserstelle sollte so angelegt werden, dass die Tiere problemlos hinein- und wieder herauskommen können, dies kann leicht mit Eingraben der Wasserschale oder Bepflasterung ringsherum geschehen. Wichtig ist darauf zu achten, dass auch kleine Jungtiere nicht Gefahr laufen im Becken zu ertrinken.Durch Hineingeben einiger Kieselsteine kann die Wasserschale so gefüllt werden, dass auch die Kleineren gefahrlos trinken können.
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Wir säubern die Wasserschale täglich, da an dieser feuchten Stelle ein idealer Nährboden für Bakterien und Keime entstehen kann.
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Schutzhaus
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Natürlich darf in einem Freigehege auch eine Schutzhütte nicht fehlen. Wieder richtet sich die Größe nach der Anzahl der Tiere. Unseren Schildkröten stehen mehrere Schutzhäuser, die wir aus Natursandstein gemauert haben zur Verfügung. Diese speichern die Wärme tagsüber und geben sie nachts wieder ab. Sie werden von ihnen überwiegend als nächtlicher Unterschlupf aber auch als Schattenplatz genutzt. Um das ganze etwas gemütlicher zu gestallten, haben wir die Häuser zur Hälfte mit Heu gefüllt, welches den Tieren jederzeit zur Verfügung stehen sollte.
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Tipp: Pflanzen Sie vor einen Teil des Eingangs der Schutzhütte einen größeren Strauch, wie er im rechten Bild zu sehen ist. Er dient zusätzlich als natürlicher Wind- und Regenschutz.
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Dieses Bild zeigt unsere Schutzhütte für niedrigere Temperaturen bei kälteren Jahreszeiten. Sie besteht aus einer mit Dauerschutzlasur (Holzlack) behandelter Holzkonstruktion und Doppelstegplatten. Hier herrschen, bedingt durch den Treibhauseffekt, ohnehin schon höhere Temperaturen als im Freigehege. Die Tiere können sich unter den PAR-38 Strahlern auf ihre erforderliche Stoffwechseltemperatur aufwärmen. Um die Temperaturen auch nachts zu gewährleisten, ist ein Elsteinstrahler mit Thermotimer installiert, sodass die Temperaturen nie unter 12° C sinken.
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Wichtig ist die zusätzliche Installation eines automatischen Fensterhebers, damit kein Hitzestau entsteht und die Tiere keinen Schaden davon tragen.
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Wir nutzen die Schutzhütte ebenfalls zur Vorbereitung der Schildkröten auf die Winterstarre, da sich hier die Temperaturen sehr gut regulieren lassen.
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Bodenbeschaffenheit / Bepflanzung
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Ein geeigneter Boden im Freigehege für Schildkröten ist Waldboden, Mutterboden oder normale Gartenerde vermischt mit Kalksplitt. Ein separates Bett aus Kalksplitt bietet den Tieren die Möglichkeit sich aufzuwärmen. Der Boden sollte insgesamt wasserdurchlässig sein und sollte Wärme und Feuchtigkeit zugleich speichern können.
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Das Gehege sollte sowohl sonnige, bewuchsfreie als auch schattige, bepflanzte Plätze enthalten. Welche Pflanzen dafür geeignet sind, finden Sie unter Futterpflanzen.
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Weiterhin ist eine bepflasterte Fläche ratsam, so dass sich die Krallen der Schildkröten darauf abnutzen. Wir haben einen Teil unseres Geheges mit Porphyrplatten angelegt.
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Eiablagehügel / Sonnenplatz
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Unerlässlich ist der Legehügel oder Eiablagehügel, in den die Weibchen ihre Eier ablegen können. Ist dieser nicht vorhanden, können die Tiere in Legenot geraten, falls sie keinen geeigneten Platz zur Eiablage finden.
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Der Eiablagehügel sollte so angelegt werden, dass er die meisten Sonnenstrahlen abbekommt und somit den wärmsten Platz darstellt. Denn nur hier legen die Weibchen dann auch ihre Eier ab. Er sollte daher wenig bis gar nicht bepflanzt sein und aus einem Sand-Erde-Gemisch bestehen.
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Da der Legehügel den wärmsten Platz darstellt, wird er auch sehr gerne zum Sonnenbaden genutzt.
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Aber auch andere Flächen sollten wie bereits erwähnt unbepflanzt bleiben, damit die Tiere ausreichend Platz zum Sonnen finden.
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